Berichte

Liebe Neugierige,
wir würden uns freuen, wenn Sie hier Inspiration, Freude, Themen zum Nachdenken oder vielleicht auch etwas anderes finden würden.

Ausflug in die Gießübler Schweiz am 20.08.17


Ein "Geheimtip" für alle, denen die Schweiz zu weit und / oder zu gross ist ;) (Kommentar von Sv. D.)

Fotos (Langertfelsen und Nadelöhr) und Bericht: Corina Hermann

Ausgangpunkt: Wanderparkplatz am Schwalbenhaupt an der Kreuzung Masserberg, Katzhütte, Gießübel gelegen.
Vor unserer eigentlichen Wanderung machten wir einen Abstecher zum Triniusstein hinter der Triniusbaude. Dort besteht die Möglichkeit, sich über die Verdienste Trinius‘ zu informieren. Heute würden wir den Mann als PR-Manager des Rennsteigs bezeichnen.
Wir folgten dem ausgeschilderten Weg in Richtung Masserberg. Unser erstes Ziel war der Langertfelsen. Nach der Wegmarkierung führt der Weg entlang der Straße. Um die zu umgehen, überquerten wir die Straße und folgten der Markierung TKW 5 bis zum Langertfelsen.
Hier konnten wir die Aussicht genießen, uns über den Oberförster Langert informieren oder auch einfach rasten. Eine Schutzhütte sowie Bänke stehen zu Verfügung. Da wir aber unterwegs schon Brombeeren gegessen hatten, liefen wir einfach weiter. Vom Langertfelsen folgten wir dem Naturlehrpfad zum Nadelöhr und über den Schröderfelsen weiter durch die Gießübler Schweiz. Da das Wetter sehr unbeständig war, entschlossen wir uns schweren Herzens nicht zur Dachsbachkanzel zu laufen, sondern den kurzen Weg am Wasserfall vorbei durch das Neuntal zu wählen. An der Schutzhütte am Löffelberg machten wir eine Rast. Der Platz mit seiner schönen Aussicht lädt zum Verweilen ein. Wir folgten dem Naturlehrpfad bis zum Kulturhaus. Da Gießübel sein 700jähriges Bestehen feierte, herrschte buntes Treiben. Sonnenschein und Regenwolken wechselten sich ständig ab. Als es richtig regnete, saßen wir zum Glück unter dem schützenden Dach eines Zeltes. Der Jugendchor und die gute Bewirtung haben uns die Wartezeit verkürzt. Der Weg zur Triniusbaude zurück führte ein Stück der Straße in Richtung Masserberg entlang. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Wiesenweg entlang des Rehbaches entschädigt. Ein Kaffee in der urigen Triniusbaude rundete unseren Ausflug ab.
Gutgelaunt machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Der eigentliche Weg ist recht kurz. Aber dafür sehr abwechslungsreich und führt vorwiegend entlang schmaler Pfade und bietet auch schöne Ausblicke. Wem die Fotos zu klein sind, der kann sich das Ganze gerne mal im Original ansehen.

2016

Das Jahr verabschiedet sich bald. Nun möchte ich ein paar Zeilen zusammenfassen und das festhalten, was in Erinnerung hängen geblieben ist.
Angebotsseitig hat sich im Studio Einiges getan.
Ich bekam Zuwachs. Keine Kinder, auch wenn das auch eine wunderbare Möglichkeit ist, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen. Nein. Zu meiner großen Freude, haben sich zwei engagierte Qigong-Kursleiter bereit erklärt, neue Kurse anzubieten. Nun sind wir für Euch fast jeden Abend mit einem vielfältigen Angebot im Studio vertreten. Am letzten April-Wochenende gestalteten wir gemeinsam ein Programm zum Taiji und Qigong Tag auf der Wiese neben der Baracke 5. Die Ruhe dieses sonnigen Frühlingsmorgens, das frische Grün der Wiese und 20 gemeinsam übenden Menschen als eine ganzheitliche Symbiose.
Kann es noch jemand toppen?

Im Seminarprogramm gab es auch neue spannende Einheiten.

Faszien-Yoga. Ein wunderbarer Workshop mit Ina Ehlert. Endlich durfte man sich im eigenen Studio mal auch anleiten lassen. Jede einzelne Faszie hat sich über diesen dreistündigen Workshop gefreut. Die Muskeln auch. Die Sehnen sowieso. Großes Fest.
Zusammen mit Barbara Marktscheffel, der ausgebildeten Beraterin für essbare Wildpflanzen (im Volksmund: Kräuterhexe), pflückten wir im Schortetal, was das Zeug hält, alles essbare Grün, das schnipselten wir dann und verspeisten, mit ein wenig Zusätzen, genüsslich. Die Qigong-Einlagen stellte dabei eine Art Umrahmung dar. Das war ein intensives Erlebnis für die Seele und den Gaumen.
Die Akademie für Achtsamkeit bereitete uns tolle Erlebnisse und Reisen zu Paralleluniversen. Von unserem Systemcoach Frank Leipe erfuhren wir Einiges über Systeme wie Familie oder ein Team, über Prinzipien der Resonanz, über Ursache und Wirkung und bei über die Gestaltung der energetischen Lebensräume. So nimmt man Einiges mit auf den Weg. Wir sind ein Teil eines energetischen Universums. Und wir sind auch in der Lage Zusammenhänge zu verstehen und Einiges davon auch bewusst beeinflussen. Do it your self.

Seit der Eröffnung des Studios bin ich auf der Suche nach einem Taiji-Kündigen, der uns das „Schattenboxen“ beibringen könnte. Nun war es in diesem Herbst endlich soweit. Ein begeisterter Taiji-Lehrer Ekkehard Völker aus Arnstadt nahm uns auf die Reise besonderer Art. Mit Elan und Begeisterung brachte er uns die Figuren der Peking-Form bei. Mittlerweile üben wir sie von Zeit zur Zeit auch alleine. Es ist einfach nur schön.

Reisebilder Samstagsnacht. Eine Gelegenheit mit noch nicht besuchten Ecken unserer Erde in Berührung zu kommen. Von der Existenz mancher von ihnen wusste man vielleicht vom Hörensagen, wenn überhaupt... Die Themen, die einen zum Nachdenken bewegen oder verwundern, berühren oder einfach neugierig machen. Nicht für die große Bühne gedacht, sondern für einen Interessentenkreis, für diejenigen, die kamen, und die illustrierte Erzählung mit genossen. Nepal, Kaukasus, Afrika, Türkei waren die Themen dieses Jahres, wunderbar ergänzt durch den Vortrag über Thüringen.

Danke an alle Beteiligten für dieses ereignisreiche Jahr!

Vom Älter-werden

Collage: Sv Dontsova

Ein Zeitungsartikel über den Tag der offenen Tür im Qigong-Studio löste in meinem, mittlerweile nicht so kleinen, Bekanntenkreis eine emotionale Welle, besser gesagt ein Tsunami aus. Der Grund war ein Missverständnis. Es ging um das Alter der Studio-Inhaberin, also um mein Alter. In der Zeitung stand 69. Und, dass man es mir nicht ansieht. Nun wurde ich über Nacht ein Stückchen älter.
Staunen, Bewunderung, Grübeln, Lachen: ich konfrontierte mit allen möglichen Emotionen meiner Mitmenschen. Manche fragten auch vorsichtig nach, ob es wahr ist. Nein, ist es nicht. Ich bin 69 geboren. Also habe ich bis dahin noch einen langen Lebensweg. Hoffe ich.
Ist es nun wirklich so, dass wir so alt sind, wie es sich vom Geburtsdatum ausrechnen lässt? Haben Sie nie versucht Ihre Erfahrungen abzuwerfen und auf die Welt mit Augen eines Kindes zu schauen? Haben Sie es nie ausprobiert, in die Haut eines weisen Älteren zu schlüpfen und endlich aufzuhören dem Alltag hinterher zu galoppieren, sondern in Ruhe in Ihrem Erinnerungsbuch zu blättern und die Storys Ihres Lebens zu genießen? Ohne Bewertung, einfach nur als eine Tatsache. Ich würde es Ihnen empfehlen.
Es geht aber noch tiefer... Diejenigen, die sich mit der Theorie der Quantenheilung auseinander setzen oder die, die hellseherische Fähigkeiten besitzen, würden auch Ihnen verraten, dass es weder Zeit noch Raum gibt... Noch sind wir aber nicht soweit das begreifen zu können und unsere dreidimensionale Realität aufzugeben. Für die Skeptiker, die doch noch mehr darüber wissen möchten, kann ich Ihnen die Empfehlung von Frank Leipe (Systemcoach, Referent an der Herbstakademie) weiterleiten. Es geht um das Buch von M Talbot „Das holografische Universum“. Eine Sammlung von wissenschaftlichen Beweisen, Fakten und Phänomenen aus dem Leben besonders begabter Menschen, die Ihnen vielleicht ein Fundament liefern könnten, die Theorie der Zeit- und Raumlosigkeit zu verstehen. Das Buch habe ich im PDF-Format. Also, bei Interesse bitte nachfragen.
Und in diesem Sinne, wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihr „Hier und Jetzt“ so empfinden, wie es Ihnen gerade passt. Es ist gleich, ob Sie sich als ein Kind oder als einen älteren Mensch dabei wahrnehmen. Genießen Sie den Augenblick!
P.S. Vielen Dank an dieser Stelle an die Zeitungsreporter für diese Erfahrung ;)

Wildkraut & Co: ein kleiner Bericht über die Kräuterwanderung mit Qigong-Einlagen

Foto: Sebastian Zentgraf / Sv Dontsova

Ein sonniger Sonntag im August verleitet zu einer Wanderung oder mindestens zu einem Spaziergang im Freien. Am besten im Wald. Oder am Fluss. Oder Beides. Das Bunte der Wiesen hat sich bereits zurückgezogen und machte Platz für die Farben- Bescheidenheit der reifenden Früchte. Das dunkle Grün der Bäume bietet genügend Schutz für die von der Sonne überhitzten Wanderer.
Der günstig ausgesuchter Tag, die Ruhe der Natur und eine in die Pflanzenwelt verliebte Beraterin Barbara Markscheffel geben einer kleinen Gruppe der Gleichgesinnten die beste Möglichkeit die Gaben der Wiesen- und Waldpflanzen kennenzulernen und sie zu genießen. Am ersten Augustsonntag hatten wir so ein Glück, dies alles in einer gebündelten Stärke zu erleben.
Wir übten Qigong auf einer duftenden Wiese. Wir lernten genau hinzuschauen, zu unterscheiden, zu schätzen, zu respektieren, richtig zu pflücken, und vielseitig zu nutzen.
Ja, es geht dabei um die essbaren Pflanzen direkt von einer Sommerwiese. Einiges, was gesammelt wurde, aben wir direkt dort verarbeitet und verspeist. Hmmm... Köstlich, bio und naturbelassen!
Die beste Entscheidung für diesen warmen Sommertag!

Kaffee ist (doch) schädlich, dafür schmeckt er gut!

Ich öffne die Augen, offensichtlich vom Gefühl geweckt, beobachtet zu werden... Das kugelrunde Gesicht im Fensterviereck lächelt mich freundlich an. Vollmond!
Mensch.... Ein wenig verärgert schaue ich auf die Uhr. Um drei. Kurzes wühlen im Gedächtniskatalog und Abgleich der Informationen. Nach der Organuhr: Leberzeit. Oh je, eine Leberreinigung würde nicht schaden. Was war eigentlich gestern?... Ach, ja. Ich erinnere mich … Gestern in der Mittagspause wurde wieder das Thema „Kaffee“ ausgiebig ausdiskutiert. Aufs Neue war ich erstaunt, was für eine Wissenschaft manche Kollegen betreiben, um zu Hause einige kleine Tassen Espresso genießen zu können. Es wurde regelrecht experimentiert und geforscht. Die Ergebnisse dieser Heimforschung liefen auf die Erkenntnis hinaus, dass die herkömmlichen Halb- und Vollautomaten weit davon entfernt sind, vollkommen zu sein. Der Erkenntnis folgten Taten. So wurden die Automaten an einer Stelle aufgebohrt, damit man einen eigenen Temperatursensor und eine selbst gebastelte Regelelektronik anbringen kann und so die entsprechend beste Temperatur eingestellt werden kann. Es wurden ausschließlich die Privatröstereien bemüht und die besten Kaffeesorten ausgesucht. Es wurde mit Wasser experimentiert und einigen in der Nähe liegenden Getränkemärkten und Wasserquellen Besuche erstattet. Nun fragte ich mich, ob meine altmodische Art Kaffee in der Tasse zu überbrühen noch tragbar ist. Das taufte ich irgendwann MEIN Espresso. Mir schmeckte er! Bis jetzt.
Und noch bevor ich um die italienische Cafés der Stadt ziehen würde, um das nächste Mal bei der Diskussion mit den Kollegen mithalten zu können, entschied ich mich, mich im Internet über die Geschichte dieses Getränks zu erkundigen. Also mit einer Tasse des frisch überbrühten und verführerisch duftenden Kaffee setzte ich mich an den Rechner. Spannend. Ursprünglich von Äthiopien stammend, hatte der Kaffee im 16 Jahrhundert zuerst den Orient erobert, wo dieses Getränk als „Wein der Muslime“ genannt worden war. Später, im 17 Jahrhundert waren es zuerst die europäischen Adeligen gewesen, die diesem Muntermacher verfallen waren, später dann auch das einfache Volk....

Wie aus dem Nichts singt eine Stimme in meinem Kopf: „Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen tra-la-la..“ Ich singe eine Weile fröhlich und völlig munter mit, bis ich wieder verärgert feststelle, eine ganze Stunde des wertvollen Schlafes ist für immer verloren gegangen! Und das im Winter! Was sagt das Buch des Gelben Kaisers dazu? Im Winter Ruhe gönnen... Ich versuche mich zu konzentrieren und atme tief in den Bauch ein und aus. Das Schäfchen vor meinem geistigen Auge wächst zum Elefanten. Das wievielte Tierchen war das?...

Ja, das Thema von gestern war schon aufschlussreich. Aus einem Wikipedia-Artikel erfuhr ich , dass ich nicht mehr auf dem Laufenden bin und sämtliche Studien soll bewiesen haben, dass der Kaffee keinesfalls eine entwässernde Wirkung auf den menschlichen Körper ausübt, sowie auch keine Erhöhung der Herzfrequenz verursacht. Wahrscheinlich bin ich eine dieser Ausnahmen, die die Regeln bestätigen sollten, denn beides trifft auf mich nicht zu. Nach 6 Tassen sowieso nicht, die nötig sind, um eine krebsvorbeugende Wirkung zu erzielen, wie eine der Studien bewiesen haben soll. Übrigens, wurde in dem selben Artikel auch erwähnt, dass er für die Diabetiker und Herzkranke nicht geeignet ist und, fast klein gedruckt, noch Einiges mehr. Na, da haben wir es! Aber immerhin, kann ich jetzt behaupten , dass ich mit meiner vierten Tasse an diesem Tag einen guten Betrag zur Krebsvorbeugung leistete...

Der Sänger in meinem Kopf geht zu Zeiten des Anfangs der Rockgeschichte über. Wir singen „Yesterday, all my troubles seemed so far away..“ Oh Mann... Morgen (oder heißt es „heute“?, auf jeden Fall nicht „gestern“) soll ich doch auf Kaffee verzichten. Lieber leichte Kost und Artischocken. Der Wecker klingelt.
Das eckige Gesicht im runden Viereck des Fensters lacht mich aus. Der Orchester in meinem Kopf spielt Radetzky-Marsch. Ich freue mich auf MEINEN Espresso!